Konzilfeierlichkeiten: Jan Hus und Hieronymus von Prag rehabilitieren

Autor | 20. März 2014
Jan_Hus

Während des Konzils verbrannt: Jan Hus

In rund fünf Wochen fällt der Startschuss für die Festivitäten rund um das Konstanzer Konziljubiläum, für das Stadtverwaltung und Gemeinderatsmehrheit mindestens sechs Millionen Euro Steuergelder locker machen wollen. Grund für die Linke Liste Konstanz (LLK), noch einmal auf finanzielles Augenmaß zu drängen und eine Deckelung der Kosten für das aufwändige Spektakel auf maximal zwei Millionen einzufordern.

Sie mahnt außerdem einen längst überfälligen Schritt an: Die Rehabilitierung der während des Konzils von der Kirche ermordeten Reformatoren Jan Hus und Hieronymus von Prag. LLK-Stadtrat Holger Reile in einer Mitteilung dazu: „Nun, kurz vor der offiziellen Eröffnung des Konziljubiläums wäre es an der Zeit, die dafür notwendigen Schritte umgehend einzuleiten. Wir fordern hiermit die Stadt, respektive Oberbürgermeister Uli Burchardt auf, eine dementsprechende Adresse an die Kirche zu richten und auf die vollständige Rehabilitierung von Jan Hus und Hieronymus von Prag zu drängen. Nach sechshundert Jahren ein längst fälliger Schritt.“

Darüberhinaus sei es wünschenswert, so Reile weiter, dass sich der Gemeinderat der Stadt Konstanz dieser Forderung anschließe. „Vor allem auch deswegen, weil das Jahr 2015 dem Gedenken an Jan Hus gewidmet ist.“

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