Kreolenfest erhalten

Autor | 14. Mai 2014

kreolenfest3Ohne eigenes Verschulden haben die Organisatoren des überaus beliebten Kreolenfests ihren bisherigen Veranstaltungsort im Paradies verloren. Um das Kulturereignis, zu dem Jahr für Jahr hunderte KonstanzerInnen strömen, zu erhalten, wandten sich die Macher um die Dixieland-Band „Blue Birds of Paradise“ hilfesuchend an die Stadtverwaltung. Sie schlugen den Stadtgarten als neuen Standort für das Kulturereignis vor, zu dem Jahr für Jahr hunderte KonstanzerInnen strömen. Doch im Rathaus bissen sie auf Granit: Das sei nicht möglich, aus „Sicherheitsgründen“, teilte ihnen das Amt mit. Als nichtkommerzieller Kleinveranstalter könnten die Festorganisatoren sicherheitsrelevante Auflagen nicht erfüllen.  Diese Absage will Holger Reile, Gemeinderat der Linken Liste, nicht gelten lassen. Er fordert die Stadt auf, „alles mögliche zu unternehmen“ um das Fest zu erhalten.

„Mit Bedauern stellen wir fest“, schreibt Reile dazu, „dass die Stadtverwaltung nichts tut, um das beliebte Kreolenfest stattfinden zu lassen. Da der bisherige Standort im Paradies nicht mehr zur Verfügung steht, wäre der Stadtgarten der ideale Standort für das Kreolenfest. Aus Sicherheitsgründen, so die ablehnende Haltung der Verwaltung, könne man aber dort keine Genehmigung erteilen. Im Notfall, so heißt es weiter, stünden Rettungsfahrzeuge eventuell vor einer geschlossenen Bahnschranke.

Die Linke Liste Konstanz fordert die Stadt auf, alles mögliche zu unternehmen, um das Kreolenfest , das seit knapp zwanzig Jahren zum Konstanzer Kulturangebot gehört, zu erhalten und dafür den Stadtgarten zur Verfügung zu stellen. Es kann nicht sein, dass der Stadtgarten nur noch Großveranstaltern überlassen wird und kleinere Initiativen außen vor bleiben.

Der Hinweis der Verwaltung, der Stadtgarten stünde auch für kleinere Veranstaltungen erst dann wieder offen, wenn die Unterführung nach Klein Venedig gebaut würde, ist fast schon zynisch. Denn mit diesem Vorhaben ist die kommenden fünf Jahre aus unterschiedlichen Gründen nicht zu rechnen. Bleibt es bei dieser Verweigerungshaltung, können wir den Stadtgarten auch zubetonieren. Nach Auffassung der Linken Liste stünde es der Stadt gut zu Gesicht, diese nicht nachvollziehbare Regelung für Veranstaltungen im Stadtgarten, die wie im Falle des Kreolenfestes mit maximal 600 bis 800 Besuchern rec hnen, etwas moderater und bürgerfreundlicher zu handhaben.“

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