Boden ist nicht nach Belieben verfügbar

Autor | 12. Dezember 2025

Wir von der Linken Liste Konstanz sind nicht immer einer Meinung, und manche Diskussionen verlaufen auch bei uns durchaus hitzig. Hier begründet Anke Schwede, warum sie – anders als ihre Fraktionskollegen – das Projekt Hafner ablehnt.

Ein neues Wohngebiet für Tausende von Menschen wie der Hafner stellt einen großen Eingriff in eine über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft dar. Flächen, auf denen heute noch Wiesen und Gehölze gedeihen, sollen versiegelt und ihre wertvollen Pflanzen- und Tiergesellschaften für immer vernichtet werden.

Boden ist keine nach Belieben verfügbare Ressource, und der stetig steigende Flächenverbrauch ist eine ökologische Bedrohung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Das bedeutet eben unter anderem: Flächenversiegelung und weiteres Artensterben. Und das in einer Stadt, für die der Klimaschutz, der ohne kühlende Freiflächen und wichtige Luftschneisen kaum denkbar ist, angeblich höchste Priorität besitzt.

Zudem ist der gesellschaftliche Nutzen solcher großen Neubaugebiete umstritten: Es handelt sich ja nicht um ein Projekt, das in erster Linie wirtschaftlich schwächeren Menschen zugutekommt, nur 30 Prozent des neu geschaffenen Wohnraums soll gefördert sein. Die Linke Liste Konstanz tritt bekanntermaßen und zuletzt auch im Wahlkampf 2024 dafür ein, bei Neubauten eine Sozialwohnungsquote von mindestens 50 Prozent dauerhaft zu garantieren.

Und last but not least finde ich es bedauerlich, dass im ersten Hafner-Bauabschnitt vor allem Reihenhäuser entstehen sollen und eben nicht bezahlbarer Wohnraum.

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