Neues Sozialpass-Tarifmodell für den Nahverkehr

Autor | 10. Juli 2014
Bus

Neue Tarifstruktur für InhaberInnen des Sozialpasses.

Hauptthema der ersten Sitzung des Sozialausschusses in der neuen Amtsperiode des Gemeinderats am 8. Juli: der Konstanzer Sozialpass. Die Stadtverwaltung stellte einen Erfahrungsbericht für das Jahr 2013 vor, der steigende NutzerInnenzahlen vermeldet und damit dokumentiert, dass leider immer mehr Leute auf diese Leistungen angewiesen sind. Zur Abstimmung stand in diesem Zusammenhang auch ein neues Tarifmodell für den öffentlichen Nahverkehr. Das wird SozialpassinhaberInnen zwar einige Verbesserungen bringen, ruft gleichzeitig aber durch unübersichtliche Neuregelungen auch einige Verwirrung hervor. LLK-Stadträtin Anke Schwede plädierte bei der Sitzung dagegen für Nulltarif für die Betroffenen. Ihr Redebeitrag im Wortlaut.

“Ich kann mich meinen VorrednerInnen insoweit anschließen, dass der Sozialpass ein „Erfolgsmodell“ ist, der nicht zuletzt dem beständigen Engagement der Linken Liste Konstanz zu verdanken ist.

Wir begrüßen, dass nun endlich auch Kinder vergünstigt Bus- und Fähre fahren können, das war in der Tat überfällig. Aber warum dieser Tarifdschungel? Einzelfahrscheine Bus sollen nun nicht mehr ermäßigt zu erhalten sein, Hin-und Rückfahrt aber doch, jeweils zu unterschiedlichen Konditionen für Erwachsene und Kinder. Keine Ermäßigungen in der Regel auch beim Umweltticket, der persönlichen Halbjahreskarte etc. pp.

Das Mindeste wäre unserer Ansicht nach, dass alle Leistungen bzw. Fahrausweise der Stadtwerke Konstanz zur Hälfte des Preises an alle SozialpassInhaberInnen abgegeben würden. So kann jede/r frei entscheiden, welches Angebot er/sie nutzen möchte.

Unser Ziel, unser Wunsch, ist es aber, dass der ÖPNV, also Bus- und Fährefahren in Konstanz, für Menschen mit wenig Einkommen grundsätzlich kostenfrei ist. Denn diese Personengruppe ist in besonderem Maße auf Mobilität angewiesen und es stünde unserer prosperierenden Stadt gut zu Gesicht, dies umzusetzen und sich großzügig zu zeigen.”

Der Ausschuß verabschiedete den Verwaltungsvorschlag einstimmig, auch LLK-Rätin Schwede votierte dafür, da er den Anspruchsberechtigten immerhin einige Verbesserungen bringt.

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