Wie soll‘s weitergehen an der Reichenaustraße?

Autor | 24. Juli 2019

Schon seit Dezember 2018 rührt sich auf der Maxx-e-motion-Baustelle an der Reichenaustraße nichts mehr, der Projektentwickler Euro Concept ist pleite, zudem wurden mutmaßlich AnlegerInnen betrogen. Dabei sollte an der Haupteinfallstraße der Stadt eigentlich schon seit 2015 ein gigantisches Hotel (Hilton!) samt Tagungsräumen und Parkhaus in Betrieb sein. Herausgekommen ist eine Bauruine – ein weiterer Beleg, dass Stadtentwicklung nicht profitorientierten Unternehmen überlassen werden darf. Im schlimmsten Fall kann man dann nur ohnmächtig zusehen, wenn Abzocker ihr Unwesen treiben. Der Verwaltung muss vorgeworfen werden, dass sie das städtebaulich fragwürdige Projekt (noch ein Hotel, diesmal besonders für autovernarrte Gutbetuchte gedacht) ohne große Gegenwehr passieren ließ. Die LLK hat sich immer konsequent gegen den überflüssigen Klotz am Ortseingang ausgesprochen, nicht nur des dubiosen Entwicklers wegen. Laut Medien bemüht sich der Insolvenzverwalter nun um einen Käufer, der das Projekt weiterbauen will. Aus Sicht der LLK muss geprüft werden, ob sich durch einen Kauf des Geländes doch noch eine sinnvolle Lösung realisieren lässt. Denkbar wäre ein mit viel Grün aufgelockerter Mix aus Gewerbe und öffentlichem, bezahlbarem Wohnraum.

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